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Gratwanderungen

Es gibt unmittelbar bei Taipei ein paar bezaubernde „Wanderwege“, die einem den Puls hochtreiben können. Natürlich ist das dort alles kein Hochgebirge, aber: Egal ob man 30 ist 300 Meter vom Fels rutscht… In beiden Fällen wäre man wohl ähnlich tot ?

König dieser Gratwanderungen ist Wuliaojian (benannt nach dem Berg, den man dabei besteigen kann, aber nicht muss). Aber auch Huangdi Dian und die Pingxi Crags (verbunden mit dem Besuch des Shifen-Wasserfalls) sind den kurzen Weg aus Taipei mehr als wert!

Besten Dank an Yvonne und doppelten Dank an Angela für die unterhaltsame Gesellschaft! Die Schleife hat sich gelohnt!

Das war ein mehr als würdiger Taiwan-Abschluss!

Ohne Foto, aber nett: Ich habe mich neulich mit einer jungen Taiwanesin unterhalten, die, nachdem sie mir von der Seegöttin Matsu erzählt hat, mich bat, von deutscher Kultur zu erzählen.

Da das Thema schon bei Religion war, eröffnete ich ihr, dass in Deutschland das Christentum die verbreitetste Religion ist. Aber von dieser Religion hatte sie noch nichts gehört…
Dann habe ich angefangen, von Jesus Christus zu erzählen. Ganz grundlegend. Von Weihnachten hatte sie schonmal gehört, aber „das ist hier sehr klein und unwichtig“. Sie fand es aber wahnsinnig spannend, dass Christen da die Geburt von Jesus feiern. Und sie hatte ein richtiges Aha-Erlebnis, als ich erklärt habe, weshalb in der westlichen Kultur gerade das Jahr 2019 ist.
Dann habe ich gefragt, ob sie weiß, was ein Weihnachtsbaum ist. (Logischerweise kannte sie das nicht.) Natürlich fand sie es total durchgeknallt, dass Menschen Bäume abschneiden, um sie sich ins Wohnzimmer (!!!) zu stellen.

Für mich war es spannend, das jemandem zu erzählen und zu erklären, der so gar keinen blassen Schimmer davon hat.
Genauso wenig, wie ich einen blassen Schimmer von Taiwan hatte, bevor ich hierher kam. Reisen ist so schön.

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